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31.07.2018

Der Monat geht zu Ende. Am Ende des Tages sind wir um ein Familienmitglied reicher geworden. Rony ist angekommen.

Nach Blackys Gang über die Regenbogenbrücke war Raika so traurig und lahm geworden. Sie spielte nur noch beim Stöckchen werfen, selbst Rocky, der Hund unserer Tochter, konnte sie nicht aufmuntern.

Ulrike und ich suchten daher nach einem jungen Spielgefährten für Raika. Was lag da näher, als bei der Cocker Rettung nachzufragen. Dort hatten wir ja schon beste Erfahrung mit der Vermittlung von Blacky gemacht.

Wir fanden dann sehr schnell Rony, einen 10 Monate alten Mischlings Rüden, der uns äußerlich sehr an unseren früheren Lauf Hund Stups erinnerte.

Die Cocker Rettung mit Britta, Doris und Chris organisierten in kürzester Zeit den Transport und die Formalitäten. Unglaublich professionell und zügig, sehr lieb und mit ganz viel Herzblut.

Das Besondere an Rony, was uns auch nicht zögern ließ, ihn so schnell zu uns zu holen, war die Tatsache, dass er fast acht Monate nur in einer Box lebte. Erst bei seiner liebevollen Pflegestelle mit Doris und Chris, lernte er erste Verhaltensregeln, merkte, dass es auch liebevolle Menschen gibt.

Mit Raika haben wir ja keinen Powerhund, sondern einen Kümmerer, der geduldig mit anderen Gefährten umgeht und kein Hektiker ist. Genau so eine liebe Hündin wird dem kleinen Rony gut bekommen.

Nun ist er also bei uns. Doris und Chris haben sich verabschiedet und Rony bleibt nun bei uns. Er ist ein ganz aufmerksamer, neugieriger kleiner Kerl. Frohgemut erkundet er Haus und Hof, wenn ihm was nicht geheuer vorkommt, bellt er in seiner wunderschönen Art und lockt damit Raika an. Die gibt ihm Sicherheit.

Zur Nacht haben wir ihm drei Ecken im Schlafzimmer angeboten, die schön mit Decken und Kissen ausgestattet sind. Hier wählte er sich die kleinste Ecke aus, die nach drei Seiten zu war. Ruhig und friedlich hat er die ganze Nacht durchgeschlafen.

Um sechs Uhr war ich wach, wollte mich leise rausschleichen und die Tageszeitung reinholen. Aber ehe ich mich umsah, waren beide Hunde mit draußen. Ihnen entgeht nichts.

Beide erledigten ihre Geschäfte und kommen dann wieder rein.

Ich sitze am Tisch, die Zeitung vor mir, als mich plötzlich eine kleine, kalte Hundeschnauze anstupst. Das Herz springt vor Freude hoch. Freiwillig kommt der kleine Kerl zu mir und lässt sich genüsslich kraulen. Ein wohliges Brummen zeigt mir, das er das wohl ganz gerne hat. Eine ganze Zeit vergeht, dann zieht es ihn wieder rüber ins Schlafzimmer, zu Ulrike.

Dort am Bett macht er sich bemerkbar, indem er die Vorderpfötchen auf ihr Bett stellt und die kleine Zunge einmal genüsslich über Ulrikes Stirn lecket. So bekommt er auch dort seine Streicheleinheit über das kleine Bäuchlein, das am frühen Morgen so leer ist, und förmlich nach Futter ruft.

Nun wird der Frühstückstisch gedeckt. Rony beobachtet alles ganz genau. Ich bin sicher, er weiß, was hier gleich passiert. Geduldig warten die Beiden. Kein Betteln, keine Platzkämpfe. Das erste Stückchen Wurstbrötchen bekommt Raika, dann ist Rony dran. Ganz vorsichtig nimmt er mir das Stück aus der Hand. Der Bann ist gebrochen. Abwechselnd bekommt jeder seine Stücken. Bei dem Wort „alle“ schauen beide noch einmal auf Ulrike und legen sich dann in ihre Ecke. Selbst Rony beherrscht das, als sei er schon ewig bei uns. Ich bin ein wenig fassungslos, bis mir klar wird, dass dieses Tier ein ganz besonderes Tier ist. Ulrike meint, wir wären für einander bestimmt. Rony konnte eigentlich nur zu uns kommen, die Chemie passt so wunderbar.

Nach dem Frühstück beginnt die Zeit des Wartens. Beide Tiere laufen nach draußen, legen sich in die Sonne. Kommen wieder rein, schauen was wir machen. Raika kennt den täglichen Ablauf, weiß genau, gleich kommt der schönste Teil des Tages. Alles nur eine Frage der Zeit. Die Zeit kommt bestimmt, ihre Geduld ist unendlich. Das überträgt sich auf Rony.

Dann sind wir so weit. Mit den Leinen in der Hand gehen wir raus. Ich brauch nichts sagen. Als ich die Autotür aufmache, springt erst Raika und danach Rony ins Auto. Es bedarf keiner Aufforderung. Rony macht das, als wäre er schon immer dabei. Stolz sitzt er auf der Rückbank, Raika ganz dich neben ihm, fast schon angekuschelt. Ein Traumpaar, als ob es nie anders war.

Für Ulrike und mich beginnt nun der größte Stresstest. Denn es gibt da noch ein großes Problem. Das heißt „Rocky“. Rocky ist der Hund unserer Tochter. Ein Mischlingsrüde. Der versteht sich zwar gut mit Raika. Aber unser Blacky war sein größter Feind. Wenn die beiden auf einander trafen, dann bedeutete das Kämpfen bis aufs Blut.

Nun die bange Frage, was passiert, wenn er Rony trifft. Rocky ist eigentlich seit den Fortgang von Blacky täglich bei uns, bis unsere Tochter Dienst Schluss hat.

Es wäre eine Katastrophe, wenn die beiden sich nicht verstehen würden und Rocky auf der Strecke bliebe. Dann säße er den ganzen Tag alleine zu Hause und ich müsste zum Füttern und Gassi gehen zwei Mal täglich zu ihm fahren.

Unsere Tochter wohnt nicht weit weg. Vielleicht fünf Auto Minuten. Wir sind ruck zuck dort. Ich gehe rein und hole Rocky, der mich schon freudig erwartet und mir seine Leine mitbringt.

Mein Herz schlägt immer höher, je näher wir dem Auto kommen. Ich öffne die Beifahrertür und wie immer springt Rocky bei Ulrike in den Fußraum. Freudig mit dem Schweif wedelnd, begrüßt er Ulrike. Die Tür ist schon zu, als er plötzlich zu grummeln anfängt. Er wird ganz aufgeregt, riecht und fühlt, dass hier was anders ist als sonst. Er wird immer aufgeregter. Rony geht es genauso. Auch er merkt, dass da ein neuer Fahrgast eingestiegen ist, den er aber noch nicht sehen kann.

Ich fahre los. Zum Gevattersee, unserem täglichen Ausflugsziel, sind es knapp zwei Kilometer. Meine längsten zwei Kilometer. Die letzten zwei Kilometer bei meinen zahlreich absolvierten Marathon Läufen, kamen mir nicht so lang vor, wie diese.

Das Grummeln im Auto wurde lauter, von beiden Seiten. Rony hinten auf der Sitzbank, Rocky vorne im Fond. Beide haben sich noch nicht gesehen, wissen aber, dass es den Anderen gibt.

Endlich sind wir am Gevattersee. Dort erwartet uns der nächste Stresstest. Rocky, steigt aus, Rony auch. Raika wartet geduldig, bis sie frei Bahn hat. Dann steigt auch sie aus.

Im selben Moment kommt Andreas mit seinem Rudel von fünf Cockern und einem querschnittsgelähmten Labrador von seiner Morgenrunde zurück. Alles kommt auf einen Schlag.

Mein Blutdruck steigt wohl ins Unermessliche. Aber es ist einfach unglaublich. Nichts von meinen Befürchtungen tritt ein. Alle Tiere, zusammen neun Hunde, benehmen sich, als wären sie schon ewig dicke Freunde. Rocky verbrüdert sich mit Rony, sie sind von nun an unzertrennlich. Der querschnittgelähmte Aki im Rollstuhl wird ganz liebevoll von Rony begrüßt und an den Ohren geleckt. Die anderen Cocker begrüßen Rony in der neuen Runde mit freundlichen Gebelle und Aufforderungen zum Spiel. Minutenlang wird sich gefreut, beleckt und geschnuppert. Rony ist damit in der Runde aufgenommen, hier ist er richtig angekommen. Glücklich ist er, richtig glücklich.

Diese Liebe und Zuneigung des Rudels ist herzergreifend, einfach schön. So etwas vergisst man nie wieder. Das zeigt mir genau, dass man einen Hund immer eine Chance geben muss. Er wird sie bestimmt nutzen. Rony ist das beste Beispiel dafür.

Doris und Chris, wir sind Euch ewig dankbar, dass ihr uns den kleinen Prinz vorbeigebracht habt und dass ihr ihn schon so schön auf ein Leben nach Euch vorbereitet habt. Solche Menschen brauchten wir viel mehr.

Die Begrüßung ist zu Ende und wir marschieren nun los in Richtung Gevattersee und Wald. Bei diesen Temperaturen zieht es Raika natürlich sofort an die erst Wasserstelle. Einen steilen Abstieg runter zum See und dann kommt die nächste Überraschung. Rony fragt nicht, schaut nicht, springt sofort ins Wasser. Läuft auf dem Grund entlang und als er den Boden unter den Füßen verliert, da schwimmt er. Ich werfe ein Stöckchen, als ob er nie was anderes gemacht hätte, paddelt er zum Stöckchen, packt ihn und bringt ihn mir.

Ich bin sprachlos, kann es nicht glauben. Das Tier begeistert uns aufs Neue. Was geht hier ab. Als ob wir schon immer und ewig zusammen unterwegs wären. Unglaublich, so wunderschön. Selbst Rocky, der mit seinen zwölf Jahren noch nie freiwillig ins Wasser gegangen ist, der folgt Rony. Was ist mit Rony, wie kann so ein kleines Tier so in das Weltgeschehen der Hunde eingreifen, trotz seiner eigenen Ängstlichkeit so viele andere Hunde in seinen Bann ziehen, so viele Menschen glücklich machen. Ein Tag, wie er nicht schöner beginnen kann.

Über Whats App benachrichtige ich meine Tochter, schreibe ihr, wie gut alles läuft. Sie braucht sich keine Sorgen zu machen, Rony und Rocky sind dicke Freunde geworden.

Uns ist eine zentnerschwere Last vom Herzen gefallen. Alle Sorgen lösen sich in ein Nichts auf. Wir sind so stolz auf Rony und Rocky.

Wir wandern weiter. Wunderschöne Waldwege, Raikas Stöckchen Weg entlang. Hier besteht Raika immer auf einer Länge von ca. 500 Metern Stöckchen zu werfen. Ich tue ihr den Gefallen. Rony schaut sich das eine Zeit lang an. Er begreift das Spiel sehr schnell, möchte so gerne mitspielen. Ich suche ihm einpassendes Stöckchen, und das Spiel beginnt.

Mit größter Freude saust er dem Stöckchen hinterher und bringt es freudestrahlend zu mir. Mein Herz läuft über vor Freude. Auch Ulrike kann es kaum fassen. Rony ist da. Viel schöner als wir je gedacht haben.

Rocky ist voll in ihn verliebt, weicht keinen Schritt von seiner Seite. Raika betrachtet alles aus gebührenden Abstand. Genießt ihre Art, allen etwas voraus zu haben. Das Alter bringt es mit sich: Ruhe, Gelassenheit. Macht mal ruhig, ich bin bei Euch.

Dann treffen wir auf Birgit mit ihrem Rudel. Sie kümmert sich rührend um ihre Hunde. Ihr Großer ist auch ein ganz besonderer Hund. Wenn er merkt das Rocky zu intensiv gegen Rony angeht, stellt er sich zwischen die beiden und hält mit einem Pfötchen Rocky auf Abstand. Ein Traum, mit wieviel Ruhe und Gelassenheit er das macht und wie Rocky das sofort umsetzt. Ein wirklich erfolgreicher Tag für Rony und uns, da er auch von diesem kleinen Rudel sofort akzeptiert wird und er sie auch in sein Herz schließt.

Wir lassen sie noch eine Zeit lang toben und schwimmen, bevor wir uns dann auf den Rückweg machen.

Kurz bevor wir am Auto ankommen, begegnen wir noch drei Pferde, die auf uns zukommen. Raika und auch Rocky kennen das, setzen sich an den Wegrand und warten, bis die Pferde vorbei sind. Und Rony, dieser wundersame, tolle Hund? Ich brauch kein Wort sagen, er macht es genau wie Raika und Rocky, setzt sich hin und wartet.

Als die Tiere vorbei sind, stehen alle wieder auf und es geht ohne Worte weiter in Richtung Auto.

Ulrike und ich können es kaum glauben, wie sich der kleine Rony in unsere Gemeinschaft einfügt, so selbstverständlich mitläuft, als wäre er schon immer dabei.

Nach 2:15 Std. sind wir wieder am Auto. Knapp vier Kilometer wandern mit den Hunden liegen hinter uns. Rocky ist völlig platt, Rony hat mit seiner jugendlichen Leichtigkeit alles so weggesteckt. Ihm merkt man nichts an, außer dass es ihm richtig Spaß gemacht hat.

 

Rony ist ein ganzer toller kleiner Kerl. Wenn er Streicheleinheiten braucht, dann kommt er von selbst. Das passiert täglich öfter. Sein Vertrauen wächst ständig. Hektische Bewegungen mag er nur beim Spielen. Wir sehr er sich mit uns verbunden fühlt, sieht man daran, wenn man ihn ruft, egal wo er sich im Haus oder im Garten befindet, er kommt sofort angelaufen. Einfach toll.

Diesen ganzen Text hätte ich mir sparen können, wenn ich dieses Foto da schon gehabt hätte.

Rony ist angekommen.

Bild vom 02.08.2018


Hallo, da bin ich
Nachbars Charly ist mein erster Gast.
Raus pirschen. Revier erkunden.
Hier kann man es aushalten
Der kleine Prinz
Wäre doch gelacht. Ich und kein Bett finden?
Neben Herrchens Computer, so hab ich ihn immer unter Kontolle.
Revier erkunden, der Hof ist groß.
Ich kann immer rein und raus, so wie ich will. Meist kommt Raika mit.
Da hinten höre ich Kinderstimmen. Moritz und Mia freuen sich über mich und rufen immer.
Warten auf Besuch. Hier kommen so viele Hunde vorbei. Die will ich alle kennen lernen.
Wasser ist meine Welt.
Wie toll ist das hier. Und so viele Freunde.
Mit dem Stöckchen im Wasser spielen. So herrlich.
Dann wieder ans Ufer zurück und mit Vollgas zurück ins Wasser.
Selbst Rocky folgt mir, der sonst nie ins Wasser geht.
Herrlich, immer wieder herrlich hier.
Und dann das Wandern mit so vielen Freunden. Alle mögen mich so doll leiden. Ich bin der kleine Prinz im Revier.