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20.03.2004

Heute ist Freitag, Lauftreff in Kleinenbremen. Leider hab ich Bereitschaft, das heißt, ich kann nur Sportplatz oder Crossrunde laufen. So kann ich jederzeit schnell am Einsatzwagen sein. Also entscheide ich mich für die Crossrunden. So mindestens 10 Runden nehme ich mir vor. Jede Runde ist 2450 Meter lang und hat ca. 45 Höhenmeter.

Martina stürmt den Anstieg hoch.

Damit ich nicht wieder als Letzter in  die gemütliche Runde im Vereinsheim komme, will ich schon um 13:00 Uhr loslaufen. Am Sportplatz angekommen, treffe ich auf eine Läuferschar, die zur Vorbereitung auf einen Marathon eine lange Runde laufen will. Wir begrüssen uns kurz, und dann geht es los.


Die erste Runde ist erstmal zum lockeren einlaufen gedacht, aber schon bald wird es mir in der Oberbekleidung zu warm. Ich denke, besser so, als frieren. Erst einmal weiterlaufen. In der 5. Runde setzt Regen ein. Gute Gelegenheit, die Bekleidung zu wechseln. Wie es sich zeigt, hab ich eine gute Auswahl getroffen, denn sie ist bis zum Ende optimal für dieses Wetter gewesen.


Da ich so alleine laufe, hab ich natürlich meinen Radiowalkman dabei und der Heimatsender NDR 1 berichtet im Wetterbericht von Sturmböen bis Windstärke 11 und Dauerregen. Mit dem Dauerregen das passt genau, Windstärke 11 wird wohl nicht erreicht, aber richtige Böen sind schon dabei.


Nach der 10. Runde entschließe ich mich, einfach so lange weiter zu laufen, wie es mir gefällt. Oder bis mich ein Einsatz rausruft.


So sah die Strecke bei der Crossmeisterschaft 2002 aus.




Der Regen plästert auf mich runter und ich fühle mich immer wohler. Herrlich, nach dem kleinen Tief von Mittwoch, läuft es heute einfach super. Wie ein kleines Kind breche ich die kleinen "Deiche" zwischen den Pfützen, oben auf der Crossstrecke, und freue mich in der nächsten Runde, das die Pfützen doch deutlich kleiner geworden sind. Trotzdem komme ich nicht drum rum, durch sie durchzulaufen. Keine Möglichkeit zum ausweichen. So wird es auch eine herrliche Schlammschlacht, wie ich es lange nicht mehr erlebt habe. Zu Hause musste ich die Schuhe von innen auswaschen und selbst ohne Strümpfe waren meine Füße nicht als solche zu erkennen. So stand ich zu. Fühlte mich in meine Kindheit versetzt, wenn wir Abends vom Spielen nach Hause kamen. Da hat mich meine große Schwester mit einer Wurzelbürste abschrubben müssen, damit ich wieder sauber wurde.




So genieße ich das Wetter und erfreue mich an der Musik aus dem kleinen Radio. Es ist jetzt die Zeit, wo all die anderen Läufer langsam wieder eintrudeln. Einige kommen auf der Crossrunde vorbei und fragen nach den aktuellen Zwischenstand. Ich sage es ihnen aber ob sie verstehen, das ich bei dem Wetter immer noch weiterlaufe, das bezweifele ich. Es wäre nur ein Katzensprung ins warme Vereinsheim wo kühle Getränke warten. Ich bringe es nicht übers Herz, aufzuhören. Dafür läuft es einfach zu gut.


Irgendwann sehe ich dann, das immer mehr Autos vom Sportplatz Richtig Heimat fahren und ich entschließe mich, bei Steve anzurufen, der auch noch im Vereinheim sitzt und bestimmt ein Bier genießt. Ich teile ihm mit, das ich bis zum dunkelwerden weiterlaufe und keiner auf mich warten soll. So brauchen sie sich um mich keine Gedanken machen.


Weiter läuft es rund, keine Probleme, kein Tiefpunkt. Der Getränkevorrat geht langsam zu Ende. Essen brauchte ich nichts, hatte ja auch garnichts dabei. Selbst die "Mauer" und der gefürchtete "Hammermann" haben bei mir wiederum keine Chance. Ich kenne sie garnicht mehr. Was mich am meisten freut, ist die Tatsache, das ich selbst an diesem supersteilen, von allen gefürchteten Anstieg ( Thorsten, erinnerst Du dich an ihn? ), jedesmal durchgelaufen bin. Keine einzige Gehpause.



Langsam wird es dunkel. Die Strecke ist nun vollkommen aufgeweicht und matschig. Nach 18 Runden entschließe ich mich, das ich die 19. Runde noch laufen werde. Aber dann ist es ca. 18:40 Uhr und ich hab die Stirnlampe nicht dabei.


So mach ich es dann auch. Nach der 19. Runde ist Schluß. Die Entscheidung war richtig, denn es ist nun schon sehr dunkel im Wald. Aber ich bin froh und glücklich. Kein Einsatz hat mein Läufchen gestört. Trotz des miesen Wetter war es eine Freude, zu laufen.





Gesamtzeit: 5:44:41.2              
                 
Num Zwischenzeit Anmerkungen   1 Crossrunde = 2450 m mit 45 Höhenmetern  
 1. 0:17:33.0     1.   Crossrunde            
 2. 0:34:41.3     2.   Crossrunde            
 3. 0:39:46.5     1.   Sportplatzrunde Getränkeaufnahme          
 4. 0:55:29.2     3.   Crossrunde            
 5. 1:11:42.8     4.   Crossrunde            
 6. 1:15:35.0     2.   Sportplatzrunde Getränkeaufnahme          
 7. 1:30:10.6     5.   Crossrunde Bekleidung gewechselt, Regen und Sturm setzen ein    
 8. 1:50:57.2     6.   Crossrunde            
 9. 2:06:35.2     7.   Crossrunde            
10. 2:22:30.3    8.  Crossrunde            
11. 2:29:38.7    3.  Sportplatzrunde Getränkeaufnahme          
12. 2:45:11.9    9.  Crossrunde            
13. 3:01:13.5  10. Crossrunde            
14. 3:06:47.6    4.   Sportplatzrunde Getränkeaufnahme, 1 Liter mitgenommen, 70 m        hinter Anstieg deponiert  
15. 3:23:24.8  11. Crossrunde            
16. 3:40:12.8  12. Crossrunde            
17. 3:57:37.8  13. Crossrunde            
18. 4:15:12.7  14. Crossrunde            
19. 4:33:41.5  15. Crossrunde            
20. 4:51:47.3  16. Crossrunde            
21. 5:09:44.2  17. Crossrunde            
22. 5:27:50.4  18. Crossrunde            
23. 5:44:41.2  19. Crossrunde            
                 
  Crossrunden 46550 m          
       Sportplatz 1600 m          
                     48150 m     ca. 855 Höhenmeter