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07.12.2003 Fürstenweg und Mittellandkanal

Traumwetter heute. Strahlend blauer Himmel. Auch Mittags noch -1°C. 
Habe heute Morgen die Hausarbeiten erledigt und mir Gedanken zum Laufen gemacht. 
Um 14:00 Uhr zieh ich mir Laufbekleidung an. Bonnie macht Männchen. Sie meint, jetzt geht es los. Aber ich muss sie enttäuschen. Mache nämlich auch meinen Camel-Bag fertig. Dann weiß sie, sie kann noch nicht mit. 
Schmollend verzieht sie sich unter meinen Schreibtisch. Ich verspreche ihr, das sie auch noch ran kommt.
 
Das versteht sie und zieht um zu Ulrike, meiner Frau. 
14:30 Uhr starte ich. 
Es geht zum Mittellandkanal, ca. 3,5 km von hier entfernt. Von dort lauf ich 2 km flach wie ein Topfboden bis nach Beerenbusch . 
Dort im Hafen geht es rüber in den Schaumburger Wald. Der ist heute noch im Besitz des Fürsten von Schaumburg zu Lippe.
 
Hier geht es auf den Fürstenweg durch riesige Eichenwälder und an kleinen Kanälen vorbei zum Mouseleeum der 
Gräfin Juliane, die einer Sage nach mit ihren kleinen Lustbooten über die Kanäle fuhr. Sie war sehr beliebt beim Volk.
 
Sie war mit einem Portugiesichen Verteidigungsminister verheiratet. Aber weil sie soviel fremd ging, baut man ihr Grabmal hier tief im Wald. Dort kam ich jetzt gerade dran vorbei. Ca. 6 km weiter treffe ich auf eine Pyramide. 
Ja, eine richtige Pyramide, ungefähr 5 Meter hoch. Hier liegt ihr Mann begraben. 
"Vorbei an "Schloss Baum", einem Schullandheim, geht es nun weiter, tiefer in den Schaumburger Wald.
Nach fast 20 km komme ich dem Geburtsort von Wilhelm Busch, einen der berühmtesten Schriftsteller Deutschlands, sehr nahe.

Hier führt mein Weg aber wieder runter an den Mittellandkanal. 
Jetzt bin ich bei Stromkilometer 120, es ist jetzt schon ziemlich dunkel. So, wie ich mir das auch gedacht hatte.
Der Leinpfad ist aber sehr gut und noch brauch ich keine Lampe. Der Vollmond steht mir jetzt genau im Rücken.
Er sorgt für eine fast ausreichende Beleuchtung. Nun hab ich jeden Kilometer eine genau Markierung.
Darum stoppe ich auch alle Kilometerzeiten um sie hinterher im Computer zu analysieren.
Bei km 107 laufe ich an einem rieseigen Kornspeicherkomplex vorbei, der hier seit dem 2. Weltkrieg existiert.
Bei km 105 verlass ich den Mittellandkanal und komme jetzt wieder in unser Dorf.
Hätte ich mir bloß die Strecke vorher auf meiner Deutschland CD ausgemessen.
Dann hätte ich noch eine extra Schleife gelaufen, denn so hab ich nur 39 km und keine 40. (Ärger)

Bonnie begrüßt mich freudig und meint, jetzt geht es gleich weiter.
Aber erstmal schnell duschen, etwas essen, und bei ""täglich Laufen"" reinschauen."
Danach kommt Bonnie zu ihrem Recht. 2 Dorfrunden zu je 5 km macht sie locker.
Ich bin genau so erfreut, wie leicht mir das Laufen schon wieder fällt.
Täglich laufen zahlt sich aus.

Gruß aus dem Weserbergland
Rainer