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25.05.2008

Ein kleiner Funken ist entsprungen und hat ein winzig kleines Feuer entfacht. Ich hoffe, das ich es am Brennen erhalten kann.

Um 3:00 Uhr wurde ich wach und konnte nicht wieder einschlafen. Die Gedanken nahmen Formen an. Ich fühlte schon seit ein paar Tagen, das die Lauflust zu keimen anfing. Ich erinnerte mich an meine vielen Läufe, die ich in diesen frühen Morgenstunden begann. Der Duft des Morgentaus stieg mir in die Nase und die wabernden Morgennebel nahmen bildliche Gestalt an. Da konnte ich nicht lange widerstehen. Clock 4:00 Uhr stand ich auf der Straße. Es war einfach herrlich. Diese Ruhe der späten Nacht wirkte tief auf mich ein und so begann ich langsam loszulaufen. Der Mond stand leuchtend am Himmel. Gestern Abend haben Ulrike und ich ihn noch gemeinsam bewundert. Ulrike hat den Mond noch nie so gesehen, ihre Augenkrankheit, die sie ein Leben lang begleitet hat, hat es nicht zugelassen. Erst eine Operation letzte Woche hat es Ihr möglich gemacht, den Mond so eindrucksvoll zu sehen. Zum ersten mal in ihrem Leben hat die Welt richtig Farbe bekommen, selbst ohne ihre 2 cm starken Brillengläser kann sie nun ihre heißgeliebten Kreuzworträtsel lösen und ohne sich das Buch direkt vor die Augen halten zu müssen. Für Sie beginnt ein völlig neues Leben. Wenn dann in vierzehn Tagen ihr linkes Auge operiert wird und die OP auch so gut verläuft, dann hat uns ein Wunder heimgesucht.

Die letzten Wochen und Tage gingen mir so durch den Kopf. Was ist der Mensch, wenn er krank ist. Ein Nichts. Ein Häufchen Elend. Gut das es dann solche Lichtblicke gibt. Sie zeigen mir, das man niemals die Hoffnung aufgeben soll.

Diese Freude schlug in meine Laufbeine über. Vor 11 Wochen bin ich das letzte mal gelaufen, aber heute lief es von ganz alleine. Es waren  "nur"  knapp drei Kilometer, aber sie waren seit langer Zeit die schönsten.

Als ich dann zurück kam und frischgeduscht wieder ins Bett rollte, da wuchsen schon die nächsten Pläne.

Bonnie und Blacky würden sich bestimmt auch über einen Waldlauf freuen. Um 10:00 Uhr brachen wir drei dann auf in Richtung Schaumburger Wald. Die Freude der beiden Tiere war riesig als sie dann aus den Wagen sprangen. Bonnie war nicht zu bremsen und das nächstgelegene Schlammloch war ihres. Mit tiefsten Wohlbehagen knurrte sie, während sie sich immer wieder im Schlamm hin und her wälzte. Wie lange hab ich diese Töne vermißt. Wieder eine kleine Freude, ein Geschenk an das Immunsystem. Auch der kleine Blacky dazu, immer fröhlich und bestrebt, alles seiner großen Freundin Bonnie nachzumachen, ein Bild der Fröhlichkeit. Für Bonnie macht er alles, nur nicht ins Wasser gehen. Das hat er noch nicht gelernt, obwohl die Badewanne zu Hause für ihn kein Problem darstellt und er sich dort gerne waschen läßt.

Dann ging es behutsam weiter. Ein Kuckuk rief ganz in unserer Nähe mit lauter Stimme. Blacky blieb mehrfach stehen. Das waren Töne, die kannte er noch nicht. Als er dann aber merkte, das keine Gefahr bestand, lief er wieder fröhlich weiter. Dieses satte Grün der Natur ist doch geradezu berauschend. Ich genoß es in vollen Zügen. Es ist eine herrliche Jahreszeit. Die beiden Hunde blieben ständig stehen um die besonders langen Spiere des frischen Grases zu fressen oder um einfach nur genüßlich zu schnüffeln. Toll, wie die Beiden miteinander umgehen.

So war die erste halbe Stunde kaum an gleichmäßiges Laufen zu denken. Aber das war mir auch egal, die Freude der beiden Tiere war meine größte Belohnung.

Als sie sich dann freigelaufen hatten ging es auch zügig weiter. Dann fallen selbst die Hunde in einen gleichmäßigen Laufrhytmus und wir bilden eine enge Laufgemeinschaft.

Diesmal wurden es knapp sieben Kilometer. Für mich erst einmal beruhigende Kilometer. Denn ich hatte keinerlei Beschwerden. So müßte es für immer bleiben. Aber die Heimtücke meiner Krankheit kann mir schon morgen wieder einen Schlag ins Gesicht versetzen.

Nun will ich mal abwarten, wie die Antwort des Immunsystems dazu ausfällt, ob ich das O.K. bekomme. Dann geht es in kleinen Schritten weiter.

13.05.2008

Morgen beginnt die "Immunmodulation", ein großer Hoffnungsschimmer. Ich hoffe, das es was bringt.

01.05.2008

Ein vom Wetter her wunderschöner Start in den Mai.

Mit meinem Freund Minh und seinem Huski habe ich eine Wanderung durch die Bückeberge gemacht. Bonnie und Blacky blieben zu Hause, es wäre mir zu anstrengend gewesen, die Beiden an der Leine zu führen. Das war der schlimmste Teil des Tages, als ich mich ohne sie auf den Weg machte.

Im Nachhinein war es aber die richtige Entscheidung.

Wir waren 6,5 Stunden unterwegs und ich büßte es mir 4 Tage Muskelkater, Husten und Schnupfen. Das Imunsystem ist am Ende. Vier Monate Antibiotikum zollen ihren Tribut.

Trotzdem, die Freude über die gewonnen Eindrücke geben wieder etwas Halt in dem Leben zwischen Auf und Ab, Hoffen und Harren.

    
Das wunderbar leuchtende Grün ist Balsam für die Seele.
      
Von Höhrkamp-Langenbruch aus führt uns der Weg durch das Wierser Tor, an der Rehemaligen Radarstation vorbei, in die Obernkirchner Sandsteinbrüche.
Auch der Steinbruch hat seinen Reiz.
Zwischendurch hin und wieder ein Blick in das Auetal.
Hier sieht man noch die Folgen von Kyrill.
Der uns aber auch einen freien Blick in die Norddeutsche Tiefebene gewähren läßt.
Natürlich hatte ich mein Outdoor Navi dabei und wir sind an manchen Schätzen vorbei gekommen. Aber es waren zu viele Muggels unterwegs, die uns bei der Suche beobachtet hätten. Aber diesen einen Cache konnte ich in Ruhe bergen.
Logbucheintrag gemacht und dann alles schnell wieder versteckt. Minh freute sich genau so doll, wie ich. Den Sport kannte er noch garnicht.
Dann trafen wir auch noch auf dieses "Untier". Es kreuzte direkt unseren Weg und ließ sich von uns nicht beeindrucken.