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19.10.2009

Es geht nun wieder richtig aufwärts. Der Stress der letzten Wochen ist Schnee von Gestern.
Der herbstliche Wald lockt uns wieder hinaus.
Blacky ist ein typischer Cocker geworden. Die Küche ist sein Paradies. Auch auf Spaziergängen und beim Laufen hält er keine zwei Kilometer aus. Es könnte ja sein, das er in der Küche etwas verpasst. Dann legt er sich auf den Boden und ist nicht zu bewegen, auch nur einen Schritt vorwärts zu machen. Zurück in Richtung Auto ist dann keine Thema, aber vorwärts geht garnichts.
Also ist Ulrike mit ihm spazieren gegangen und Bonnie und ich sind in den Schaumburger Wald gefahren.
Bonnie hat im Auto gesungen und getanzt, sie war richtig außer sich vor Freude.
Dann ging es raus aus dem Auto und in die herbstliche Natur. Zuerst wurde richtig genüsslich Gras gefressen und dann war Bonnie nicht mehr zu halten. Zielstrebig führte sie mich zum heißgeliebten Schlammloch, wo sie sich genussvoll wälzte und räkelte. Die Augen leuchteten vor Freude, als sie mich anschaute, als ob sie sagen wollte: "Das habe ich richtig vermisst. Danke, das wir hier sind".
Mich störte es auch nicht, denn ich hatte ja den Rücksitz schon mit Decken ausgelegt und große Handtücher zum abtrocknen mitgenommen. So kommen wir schon wieder gut nach Hause und das Auto bleibt einigermaßen sauber.
Dann liefen wir weiter. Die Wege sind mit Kastanien und Bucheckern übersät. Unter dem bunten Laub liegen sie versteckt. Schnell kann man auf eine dicke Kastanie treten und umknicken. Also immer schön aufpassen, Augen auf und den Herbstwald genießen.
Jede Jahreszeit hat ihre Schönheit, aber Herbst und Frühjahr sind für mich die schönsten Zeiten. Es ist nicht so heiß, eine besondere Stille stellt sich ein. Lautlos trudeln die Blätter zu Boden. Über uns ziehen Schwärme von Wildenten und Kraniche hinweg. Ihr Gekreische klingt so schön, sie kündigen den Winter an. Sonnabend war ich in Bitz in Baden Würtenberg, da gab es schon gute 5 cm Neuschnee, bei uns war es noch 10°C warm. Der erste Schnee in diesem Jahr war eine Freude, er zeigte mir deutlich, wie schnell dieses Jahr vorbeirauscht.
In gut 1000 Tagen endet mein Arbeitsleben. Wenn ich bedenke, wie die Zeit enteilt, wie schnell ein Jahr vorbei ist, dann muss ich mir eingestehen, ich bin älter geworden. Schneller, als ich dachte.
Das merke ich heute auch ganz deutlich. 9,6 km sind Bonnie und ich gelaufen. Die Zeit ist mir nebensächlich geworden, sie geht sowieso viel zu schnell vorbei. Früher war sie wichtig für mich. Heute genieße ich sie nur noch. Bonnies Pausen zum Schwimmen oder schnüffeln sind auch meine Pausen geworden. Dann kann ich um mich schauen, das Leben spüren, nicht mehr hetzen.