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12.07.2013

Was für ein schöner Tag. Besser kann das Laufwetter nicht sein. So lieb ich es. Nicht zu warm, nicht zu kalt. Laufen im Berg. Ich gebe alles für die Sinne. Das Singen der Vögel, der leicht durch die Bäume säuselnde Wind. Es ist alles so schön. Zeit, um zu genießen. Und das tue ich. Auf dem Haupt Wanderweg zuckele ich ganz verträumt dahin. XW heißt er, der rote Faden des Wesergebirgsläufers. An ihm liegen so viele wunderschöne Sehenswürdigkeiten. Auch etwas abseits des Weges kann man tolle Sachen sehen. Heute lief ich an der Absturzstelle eines Starfighters vorbei. Wie immer gedachte ich einen Moment des verstorbenen Piloten, um dann in Dankbarkeit, das ich noch laufen kann, den Weg fort zu setzen.

Ein sehr langer Anstieg, auf dem ich nun laufe. Auf halben Weg traue ich meinen Augen nicht. Wie angewurzelt bleibe ich stehen. Da tollen mitten auf dem Weg fünf ausgewachsene Baum Marder in der Sonne. Wie die kleinen Kinder balgen sie sich. Keiner bemerkt mich. Stocksteif verharre ich in der Position und verfolge gebannt dieses Schauspiel. In den dreißig Laufjahren ist das das absolute Highlight. So etwas hab ich noch nie gesehen. 

Nach ein paar Minuten aktiviere ich die Kamera. Sofort bemerken mich die Tierchen. 

Wie auf ein geheimes Kommando verstreuen sie sich in alle Richtungen. Aber eines bleibt in meiner Nähe. 

Es will eindeutig mit mir spielen. Klettert auf ca. 2 Meter Höhe in einen Baum, versteckt sich auf der abgewandten Seite. Lugt ganz vorsichtig um die Ecke.  Steigt höher, setzt sich in Position und lässt sich knipsen. Das wiederholt sich mehrere Male, bevor es dann zu seinen Kollegen in den Baumwipfeln verschwindet.

Ich bin noch ganz beeindruckt. So etwas Schönes hab ich noch nie gesehen. Was für ein schöner Tag.

Langsam laufe ich weiter auf dem XW-Weg. Kurz vor Wanderers Ruh biege ich ab, auf Trail runter zur Autobahn. Lange führt der Weg neben der A 2 her, bis er schließlich abknickt und zurück in den Berg führt. 

Hier treffe ich auf die Galloway Herde, in der gerade wieder drei kleine Rinder reingeboren wurden. Auch diese kleinen Lebewesen neben den riesigen Körpern der Eltern sind ziemlich beeindruckend. Das ist schon ein beeindruckendes Bild, wie zärtlich Mutter und Kind miteinander umgehen. Ein Anblick, der das Herz überlaufen lässt. Da brauch ich nicht Tempo laufen, da verweile ich in Ruhe. Genieße die Natur in ihrer ganzen Hingabe. Das ist Balsam für die Seele, den findet man nicht einfach so. Den muss man erleben.

Auf dem Schlangenweg geht es weiter und kurz vor dem Wasserwerk in Porta treffe ich auf eine junge Mutter mit ihrer ca. 2 ½ Jahre alten Tochter. Die Kleine erzählt mir, dass sie gerne einen Fuchs sehen möchte. Aber der schläft wohl noch und er solle doch eine Maus fressen.

Dieser Eifer, den sie an den Tag legt, diese Begeisterung, wie sie nur kleine Kinder so überzeugend rüber bringen können, der reißt mich förmlich mit. 

Ich erzähle der Kleinen von meiner Begegnung mit den Mardern und den kleinen Rindern. Ihre Augen leuchten und viele Fragen sprudeln aus dem kleinen Mund, die ich auch ebenso begeistert beantworte.

 

Da sag einer, Laufen wäre langweilig. Dieser heutige Lauf war schon ein ganz Besonderer für mich. Denn auch die Gruppe Kinder, ca. 8-10 Jahre alt, die mit ihren Begleitern beim Geo-Caching waren, haben mir eine ganz andere Dimension gezeigt. Keiner von denen hatte einen Blick für die Natur, sie suchten nur stur ihre Geo-Daten, folgten dem Track. Aber nach rechts oder links, wo es in der Natur so vieles zu entdecken gibt, da schaute keiner hin. Keiner antwortete auf mein „Guten Tag“.  Schade.

 

Am Ende standen im GPS 13, 3 km. Aber Start und Ziel lagen noch fast 600 Meter auseinander, obwohl sie ein und das Selbe waren. Aber was soll es. Dieser Lauf war in allen Facetten einer der Schönsten.

 

Streak Tag 193      Wochen Km 58,59       Monats Km 10,34      Jahres Km 1688,68