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Der Februar freut sich auf uns. 

Am ersten Tag des Monats war Blacky nicht davon abzuhalten, er wollte mit uns zusammen am Gevattersee wandern. Nach den schlimmen letzten Wochen rechneten wir damit, das wir schnell wieder zu Hause wären. Aber die Rechnung hatten wir ohne Blacky gemacht. Denn trotz seiner Krankheit lief er fast mühelos die ganzen 2,4 km mit. Da keimt doch die Hoffnung auf, das er noch einmal ganz gesund wird.

Die Hoffnung schwindet. Am Donnerstag hat Blacky nur noch eine kleine Runde geschafft aber dabei noch feste die Umgebung abgeschnüffelt. Das Laufen wir immer weniger.

25.02.2018

Für den kranken Blacky war um 05.30 Uhr die Nacht vorbei. Mit einem mürrischen Knurren machte er mir klar, dass er jetzt nach draußen müsse. Für sein großes Geschäft braucht er etwas länger, der Krebs verschließt seinen Enddarm immer mehr. Und weil alles nicht mehr so einfach geht, wird er unzufrieden und bellt in die Nacht hinein um so seinen Unmut darüber kund zu tun. Stress für mich und die Nachbarn.

So gegen 06:00 Uhr kann ich ihn überreden, wieder rein zu kommen.

Für mich ist die Nacht vorbei. Einschlafen kann ich nicht mehr. Erst mal einen schönen Kaffee brauen und dann die Zeitung von gestern lesen.

Gegen 07:00 Uhr ziehe ich mir die Laufsachen an. Raika bekommt das natürlich sofort mit. Sie hat mich immer unter Kontrolle, damit sie bloß nichts verpasst. Ihr Bemühen, mich zufrieden zu stellen, nimmt immer mehr Fahrt auf. Dann ist es auch schon so weit. Der Weg zum Auto wird ein Freudentanz.

Wir haben -7°C, das ist schon ganz schön kalt, gefühlt so um -10°C.

Als wir den Gevattersee erreichen strahlt die Sonne mit uns um die Wette. Ein wunderschöner Winter Morgen. Die Wiese ist mit einem riesigen Heer Wildgänsen besetzt. Über uns ziehen vier Schwäne hinweg und in der Ruhe des Sonntags Morgen klingt ihr Kreischen besonders schön in meinen Ohren.

Ich starte die Elektronik in Form von Etrex-Vista, Polar Smart Watch und Endomondo auf dem Handy. So hat Ulrike mich voll unter Kontrolle und sieht wie es mir geht und wo ich bin. Das beruhigt sie doch ein wenig.

Nach einigen Metern leine ich Raika ab. Sie trabt etwas voraus, schaut sich immer wieder um, ob ich auch nachkomme. Auf dem Weg bis zum Wald hat sie alle Geschäfte erledigt und läuft unbeschwert mal voraus, mal zurück, immer die Nase dicht am Boden. Da muss wohl eine heiße Fährte sein.  Immer wieder nimmt sie Blickkontakt auf, damit sie mich nur nicht aus den Augen verliert.

Wir sind nun auf der Marathonrunde, die auch ein gutes Stück an der Aue entlangführt. Immer wieder springen Enten in das kalte Wasser, obwohl wir sie doch völlig in Ruhe lassen. Raika kümmert sich gar nicht darum. Auch als die zwei Hasen aus ihrer Deckung aufspringen bleibt sie cool und gelassen. Dafür verschwendet sie keine Kraft, lässt die Tiere einfach laufen.

Wir sind nun mitten im freien Feld, Wind und Wetter ausgeliefert. Aber ich genieße es, den Buff zum Kinn hochgezogen, die Hände in den Ärmeln versteckt. Es macht mir richtig Freude hier und heute zu laufen. Ob man das als Laufen bezeichnen kann? Ich weiß es nicht. Mit um die zehn Minuten pro Kilometer bin ich natürlich richtig langsam. Aber mir tut nichts weh, keine Schmerzen in der Brust, kein Luftmangel. Es fühlt sich einfach nur schön an, unterwegs zu sein. Die alten Zeiten werde ich wohl nie mehr erreichen, aber die Freude auch an den langsamen Läufen, die möchte ich noch lange behalten.

So in Gedanken versunken trabe ich vor mich hin. Raika kommt hin und wieder zu mir und bettelt um eine Streicheleinheit, dann zieht sie wieder von dannen, behält mich dabei immer im Auge. Ein feines Tier. Schade, dass Blacky uns nicht mehr begleiten kann. Ich würde mich so darüber freuen.

Bis jetzt haben wir noch keine Menschenseele getroffen. Die Welt gehört uns alleine.

Ich freue mich über die Ruhe und meine treue Begleiterin und ich verschmelzen zu einer Einheit. Jeder vertraut blindlinks dem anderen, kein Stress. Alles ist so herrlich entspannt und schmerzfrei, wie schon seit Wochen nicht mehr. Anscheinend hat mein Körper nun die Medikamente richtig verstanden und ich auch. Hoffentlich bleibt es so.

Wir sind am Scheidepunkt: Entweder noch eine Runde auf der Marathonstrecke oder zurück zum Auto. Ich entscheide mich für noch eine Runde. Im Hinterkopf arbeitet es schon an der zehn Kilometer Marke. Mal sehen.

Raika schaut mich jedenfalls verduzt an, als ich nicht den Weg zum Auto nehme, sondern noch einmal auf die Runde einbiege. Ein Moment des Zögerns. Aber als ich dann so zehn Meter weg bin, da kommt sie dann doch schleunigst hinterher getrabt.

Auch auf der zweiten Runde treffen wir keinen Menschen. Zurück im Wald beschlie0e ich noch die Hexenteich Runde einzubinden. Gesagt, getan. Raika, immer noch treu auf meiner Fährte, hat natürlich schon längst spitzgekriegt, das da vor uns von links wohl ein Hund kommt. Immer wieder bleibt sie stehen, spitzt die Ohren und lauscht. Als wir dann an die nächste Wegkreuzung kommen, da nähert sich von links ein Labbi mit Herrchen. Sie sind ungefähr noch fünfzig Meter entfernt. Aber Raika hatte das doch bemerkt und mir kundgetan. Der Hund selber war für sie nicht wichtig, sie schaute nur einmal zu ihm rüber und folgte mir dann wie mein Schatten.

Herrlich, dieser Morgen ist unser Morgen. Gemeinsam traben wir weiter, kommen nun auf unseren Lieblingsteil des Weges zurück. Hier spielen wir oft Stöckchen werfen. Aber heute treffen wir hier auf Pedro und Paula. Paula spielt hier immer mit ihrem Stöckchen und kein anderer Hund hat die Chance, mit Stöckchen an ihr vorbei zu kommen. Der Stock gehört Paula. Damit kein Stress aufkommt, lassen wir das Stöckchen werfen sein und ziehen nach kurzer Begrüßung weiter.

Nach ca. acht Kilometern sind wir jetzt wieder zwischen den Seen. Um zehn Kilometer voll zu kriegen, müssen wir noch eine Schleife ran hängen. Auch hier kann Raika nicht glauben, dass wir nun nicht zum Auto laufen, welches doch nun schon so nah ist.

Aber sie läuft dann doch freudig die Kurve mit und runter zum Surfstrand. Hier sitzt sonst immer die Schwanen Familie. Aber heute ist der See zugefroren und von den Schwänen ist hier nichts zu sehen.

Wir erreichen den Parkplatz des Surfvereins und wechseln auf den Landwirtschaftsweg, der nach knapp einem Kilometer am Auto endet. Auf dem Weg dahin dürfen wir die neuesten Müllberge begutachten. Ich mache noch ein paar Fotos davon. In dem einem Müllberg liegen Porzellan Figuren, wie man sie so in den Vorgärten sehen kann. Vielleicht erkennt ja jemand die Figuren und weiß, wo sie gestanden haben. Der darf sich dann gerne bei mir melden oder direkt das Ordnungsamt anrufen.

Nach knapp 10,5 km erreichen wir das Auto. Raika springt fröhlich hinein. Ich bin überglücklich, endlich mal wieder über zehn Kilometer geschafft. Problemlos geschafft. Wenn auch langsam, dafür aber mit viel Herzblut und der Hoffnung, dass es nun endlich wieder aufwärts geht. Die fröhliche Begleitung durch Raika, die mich immer wieder zwischendurch anstupste, nur um eine Streicheleinheit zu bekommen und die glücklich war, bei mir zu sein. Danke dafür.

Was für ein herrlicher Sonntag Morgen.
Wer kennt die Ente mit Strohhut und weiß, wo sie vorher gestanden hat? Das Ordnungsamt würde sich sehr darüber freuen.
Auch die Terracotta Ente und das Schaf haben bestimmt mal irgendwo im Vorgarten gestanden. Wer weiß wo?
Kennt jemand das Sofa oder den Kindersitz?


17.02.2018

Wunderschönes Wetter, da macht das wandern richtig Spaß. Die sonst so matschigen Wege sind gefroren und man kommt trockenen Fußes zurück zum Auto.

Nette Menschen haben wir getroffen und Raika konnte sich auf dem Weg entlang der Aue richtig austoben. Das hat mächtig Freude gemacht. Dabei fällt uns auf, dass immer mehr Wildgänse über uns langziehen und sich dann auf einem nahegelegenen Feld sammeln.

Bis Ende Februar ziehen sie wieder zurück in ihre Heimat, nach Sibirien. Dabei können sie am Tag bis zu 1000 km zurücklegen. Eine unglaubliche Ausdauer Leistung.

 



16.02.2018

Vor knapp drei Jahren wurde ich bei meiner Dorfrunde umgefahren. Seitdem hatte ich ja nie wieder Lust auf Dorfrunde laufen. In den letzten Tagen habe ich meine Homepage intensiv bearbeitet, wie defekte Links ersetzt, die Statistiken auf den neuesten Stand gebracht usw. Dabei stieß ich auch immer wieder auf die gelaufenen „Dorfrunden“.

Heute habe ich mich dann doch dazu durchgerungen, hier mal wieder zu laufen.

Gleich vorweg, Freude hat es nicht gemacht. An jeder Kreuzung muss man anhalten weil die Autos ja immer Vorfahrt haben oder weil man trotz Stirnlampe nicht gesehen wird.  Da gelobe ich mir doch die Ruhe am Gevattersee, Mittellandkanal oder Schaumburger Wald.

Nein, Lauffreude ist was anderes.

Da hat die Runde wandern morgens mit Raika doch mehr Freude gemacht.



13.02.2018

Mit Raika bei schönsten Winterwetter eine wunderbare Runde am Gevattersee gewandert. Das graue und trübe Bild der letzten Tage ist völlig vergessen. Die Sonne verzaubert uns und den Wald. Alles erscheint in einem anderen Licht, strahlt viel heller und in wunderbaren Farben. So sieht die Welt doch viel schöner aus.

Während Raika und ich bei diesem schönen Wetter unterwegs sind.........
verbringt Blacky fast den ganzen Tag draußen auf seiner Lieblings Bank. Die meiste Zeit schläft er.
Schon erstaunlich, wie unterschiedlich die Temperaturen auf dem See sind. Eine Seite ist komplett zugefroren, die andere noch komplett offen.


08.02.2018

Rings um mich herum hat die Grippewelle zugeschlagen. Toi, toi, toi. Bisher bin ich von der richtigen Grippe verschont geblieben. Leichter Husten und Schnupfen haben den Blutdruck aber etwas angehoben. Darum bin ich sehr vorsichtig, was das Laufen angeht.

Fast täglich bin ich mit Raika unterwegs und wir freuen uns jeden Tag auf ein Neues. Die Tierwelt hier rund um den Gevattersee bereitet uns viel Freude.

Blacky ist die letzten Tage nur wenig mitgegangen. Hundert Meter hin, dann wieder zurück. Dabei viel schnüffeln. Und das war es. Traurig zu sehen, wie er immer schwächer wird.

Der Sturm hat auch hier zugeschlagen und viele Bäume umgeworfen. Das war heute deutlich zu sehen. Bei minus 6°C ist der Boden durchgefroren und wir konnten die sonst unpassierbaren Wege ablaufen. Dabei kam das ganze Ausmaß zu Tage.

Der heutige Weg zum nacherleben.

Die Runde mit Blacky war leider nicht so schön. Nach knapp einhundert Metern war die Luft raus.


Schöne alte Bäume säumen den Weg.
Auf dem Weg entlang der Aue laufen wir zurück zum Auto.
Raika ist voraus gelaufen und wartet nun auf mich.
Heute morgen haben wir -6°C. Doch schon ganz schön kalt.
Der See friert zu. In der Mitte, wo das Wasser noch offen ist, tummeln sich nun viele Seevögel.
Finde ich immer schön anzusehen, wenn alles vom Rauhreif so weiß schimmert.
Zielstrebig kommen sie auf uns zu geschwommen. Hoffnung auf Futter lässt jede Furcht vergessen.
Auch die Hexenteiche frieren langsam zu.
Da können wir immer wieder nur staunen.
Immer wieder müssen wir Hindernislauf machen und über die Bäume klettern.
Raika weiß gar nicht was los ist. Der Weg hat sich so verändert. Nichts ist so, wie es mal war.
Was da für Kräfte tätig waren.
So oft sind wir unter diesem Baum hergelaufen. Nun liegt er am Boden.
Die Folgen des Sturms.
Raika freut sich. Wir waren lange nicht mehr hier.
Die Wege vereisen. Aber so sind sie besser zu begehen.
Sie erfreuen uns immer wieder.
Es wird kälter. Die Gewässer frieren zu.